Das "Landhaus Ettersgrund" wurde 1860 in "Neustadt unter der
Harzburg" vom Fabrikbesitzer August Fischer als Wohnhaus der auf der anderen Straßenseite
liegenden Nudelmühle, der ersten Norddeutschlands, gebaut. Am 1. Juli 1868 wurde das Haus und die Mühle vom
Weißgerbemeister August Hoepner, aus Wolfenbüttel, gekauft. Die Mühle wurde vom Sohn August Hoepners,
Friedrich Hoepner, erst mit Becker Sickte und Schwannecke, später als Alleininhaber, betrieben. 1888 erbte
die Witwe Georgine Hoepners und ihre Kinder (August, Käte, Elle und Karl) die Fabrik und das Wohnhaus.
Nach dem Konkurs der Nudelmühle 1908 kaufte Wilhelm Bülte die Mühle und Friedrich Resa, Schwiegersohn
von Georgine Hoepner und Ehemann von Elle, das Wohnhaus aus der Konkursmasse des Betriebes.
Wilhelm Bülte machte aus der Mühle das Hotel "Waldmühle", dessen Hauptgebäude er 1911 in Brand steckte.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Hotel an Herrn van Hofe, der das Hotel in "Hotel Hindenburg" umbenannte,
verkauft, der es später aber an die "Heime für Handel und Industrie" veräußerte. Das Hotel war jetzt unter dem
Namen "Harzheim" bekannt. [1]
Das Wohnhaus, also das Namensgebende "Landhaus Ettersgrund", wurde ca. 1880 unter der Regie von Eduard Roeder,
dem Vater von Georgine Hoepner, durch einen Anbau auf der Radauseite erweitert. 1945 wurde dann von Friedrich Resa
ein Teil des Dachgeschosses zu einer Wohnung und 1979 von seinem Enkel das Erdgeschoss und die 1. Etage zu jeweils zwei
Wohnungen umgebaut. [2]
Auf der anderen Straßenseite, etwas in Höhe der Bergbahn, gibt es das "Ettershaus" der "Hertha von Siemens Stiftung", das mit dem "Landhaus Ettersgrund" nur den Namensgeber, nämlich den Ettersberg, gemeinsam hat.
---
Koordinaten: 51° 53' Nord, 10° 33' Ost